Cinnamon – die neue Farbe

Cinnamon – die neue Farbe bei den Briten

Cinnamon - die neue Farbe bei den Siberian/Neva Masquarade

 

Cinnamon – die neue Farbe bei den Briten

Die Zimtfarbe wurde auch unseren Briten gut stehen......

So dachten auch Züchter der Briten, die Tiere dieser neuen Farbe sahen. Das seltene Cinnamon hat ihnen ebenso sehr attraktiv und interessant erschienen. In der Mitte 90 Jahre wurden die ersten Versuche gemacht, diese Farbe in die Briten zu bringen.

In 1994 erwarb der belgische Züchter Dick Eindhoven (Ñattery Olly's Nest) den blauen Kurzhaar Kater Australian Keepsake von Mrs. Broers. Der von einem blauen Perser (Benineke's Persian Rapsody In Blue) und einer cinnamon tortie Kurzhaar Variante (Australian One In A Million) abstammte. Australian Keepsake war ein blauer Brite, der das Cinnamon trug. Seine Mutter Australian One In A Million stammte aus einer Experimentalverpaarung mit einem cinnamon Siamensen Apri Eichiridah Pluto und einer weißen Perser Australian Waltzin Mathilda.

Auf Australian One In A Million gehen viele Linien der Perser, Exotik und Briten zurück. Ihre Nachkommen hier einige Australian Katinka, Australian Boomerang, Australian Bijou und Australian Keepsake bei den Briten.

Keepsake decke eine schöne schwarze Britin (EC Jipsy Joy Van't Geestmerambacht) und aus dieser Verpaarung kam der chocolatefarbene Kater Honey Bey of Olly’s Nest hervor. Honey Bey war ein Volltreffer. Er trug das Cinnamon und war ein sehr schöner typvoller Kater.

Die Cattery of Olly's Nest startete ein cinnamon Zuchtprogramm und nach einigen Jahren der Arbeit wurde in 1998 in der Cattery Olly's Nest der erster Britisch Kurzhaar Kater in Cinnamon Very Cinny of Olly's Nest und Fawn Girl Only Fawnly of Olly’s Nest geboren. Jetzt könnte der Entwicklung des Cinnamon bei den Briten nichts mehr im Wege stehen. Die Zukunft war gesetzt.

Auf einem völlig anderem Weg ist die zweite Hauptlinie/ Grundlage des Cinnamon bei den Briten entstanden. Die Züchterin Ms Kuipers (Cattery van Diaspora) gab eine blaue Britin mit Chocolatefaktor, Amida van Diaspora, entstanden aus den experimentalen Linien um Chocolate und Lilac, an Ms. de Klashorst zur Zucht.

Ob es nun ein versehen war oder eine gezielte Verpaarung, um das Fell aus diesen experimentalen Linien zu verkürzen, müssen wir dahin gestellt lassen, Amida wurde mit dem sorrel Abessinier Cynbele’s Sandokan verpaart und geboren wurde ein chocolate ticked Katzchen. Dieses Kätzchen aus dieser Verpaarung wurde Spora van Diaspora genannt und von ihr haben ebenfalls viele Briten ihr Cinnamon erhalten. Nachkommen von Spora wurden mit den Australian Linien verpaart und es entstanden cinnamon und fawn Nachkommen.

Weiterhin gibt es in Europa eine dritte Linie Cinnamon die in England entstand. Leider sind die englischen Züchter den direkten Weg gegangen, anders als ihre europaischen Kollegen um diese Farbe zu erhalten. Hierdurch festigten sich viele negative Merkmale, mit denen heute die Arbeit sehr schwer ist. Um diese Farbe zu erhalten, machte man wiederkehrende Rückverpaarungen und festigten somit negative Merkmale die sehr heufig noch in den englischen Linien hybride Typen (wenig Britisch) hervor bringen, von deren Merkmalen zu entfernen oder zu entgehen es sehr schwer ist.

 

Al Capone from Sham, cinnamon

 

Die Arbeit geht weiter

In der vergangenen Zeit standen die Züchter, die mit dieser Farbe intensiv arbeiten, nicht auf der Stelle. Zwischenzeitlich haben wir schon reine britische Stammbäume, wo sich die Experimentalverpaarungen bereits 8-10 Generationen entfernt hat. Gewöhnlich sind solche Linien dann sehr stabil und daher sehr wertvoll. Sie zeigen typvollen homogene Nachkommen und sind dadurch bereits sehr in der Zuchtung des Cinnamon gefestigt; - sie geben ihre typische Britenmerkmale sehr gleichmäßig an ihre Nachkommenschaft, die im Typ und Charakter dem jetzt 100 jahrigen blauen Briten in keiner Weise nachsteht.

Dieses haben wir den ernsthaften Züchtern zu verdanken, die in der Vergangenheit ihre Arbeit mit den Trägern durchführten, um möglichst viel mit den gefestigten Linien beizutragen. Es kommt nicht darauf an, möglichst der Erste mit einer neuen Farbe zu sein (das geht schell und der Glanz verfliegt auch schnell), sondern innerhalb eines Zuchtprogramms möglichst gute stabile und natürlich gesunde Linien in eine neue Farbe zu bringen, damit letztendlich nur noch die Farbgene übrig bleiben in den Linien.

Das Geheimnis in diesem Farbzuchtprogramm befindet sich in der Beziehung dieser Gene. Schwarz ist dominant uber Chocolate und Chocolate ist dominant über Cinnamon (Den Verdünnungstyp d stellen wir in Klammer da)

Nach neuerer Kenntnis handelt es sich um 2 Allele die in einer Beziehung zueinander stehen, aber die Wirkungsweise ist gleich geblieben und wir schreiben folgende Genotypen:

BB Schwarz (Blau)

Bb Schwarz tragt Chocolate (Blau und tragt Lilac)

Bbl Schwarz tragt Cinnamon (Blau und tragt Fawn)

bb Chocolate (Lilac)

bbl Chocolate tragt Cinnamon (Lilac tragt Fawn)

blbl Cinnamon (Fawn)

Anmerkung: Naturlich kann Fawn und Lilac nicht getragen werden, es ist die Verdunnung. Richtigerweise ist es Chocolate und Cinnamon. Aber zum Verstandnis haben wir es so aufgefuhrt.

 

Worum geht es in einem solchen Zuchtprogramm?

Mit der Experimentalverpaarung ergeben sich als Nachkommen Hybriden. Man weiß nicht so richtig, welcher Rasse sie man von ihrem Phanotyp zuordnen soll. Sie haben oft wenig von der einen oder anderen Rasse. Man bedenke, zwei rassespezifische Genpools prallen aufeinander und werden gemixt. Es konnen dabei auch im Netzwerk der Gene Verbindungen/ Mutationen entstehen die vielleicht Empfindlichkeiten oder sogar genetische Erkrankungen zeigen, obwohl fur eine Experimentalverpaarung eine sehr sorgfaltige Auswahl erfolgte.

Diese Hybriden müssen nun mit besonders guten stabile und natürlich gesunde homogenen Linien verpaart werden um die phano- und genotypischen Merkmale zu reduzieren.

Nehmen wir als Beispiel zwei sorrel farbigen Somali (blbl) und verpaaren sie jeweils mit einer gesunden, typvollen schwarzen oder blauen (reinerbig BB) Britin, dann tragen alle Nachkommen in dieser ersten Generation F1 das cinnamon Gen (Bbl). Nebenbei kommt noch ein weiteres Gen des Ticked-Muster (T) in diese Nachkommen, was sich durch seine Dominanz auch bereits zeigt.

Dann nehmen wir aus diesen beiden Nachkommengruppen jeweils ein Kätzchen (Bbl) (natürlich die kräftigsten und typvollsten) und verpaaren sie jeweils mit einen gesunden, typvollen und möglichst reinerbigen Chocolate (bb). Diese Kätzchen der F2 Generation, wenn sie das Chocolate zeigen, besitzen das Chocolate- und das Cinnamon Gen (bbl).

Verpaart man nun diese beide F2 Linien miteinander, fallen in der 3-ten Generation Chocolate (bb), Chocolate Trager Chinnamon (bbl) und das gewünschte Cinnamon (blbl).

Hierdurch hat man (vorrausgesetzt bei guter Wahl der 2 Trägertiere) einen sehr starken rassespezifischen Einfluss in die Line gebracht, und bereits viele unerwünschte Merkmale des Experimentalpartners eliminiert, sodass rassespezifische Merkmale wie typisch Britisch sehr stark zum Ausdruck kommen.

Würde man bereits in der ersten Generation verpaaren, wurden sich auch wiederum sehr stark die britischfremden Merkmale durchsetzen bzw. sich festigen. Der Weg wird langer und mühsamer.

Und das was hier der Grundbaustein dieser neuen Farbe ist,- die Wurzel des Baumes -ist ebenfalls der Weg des Zuchtprogramms, um einen kräftigen gesunden Stamm zu schaffen, mit einem typischen Charakter, der unseren Blauen entspricht, bis wir eines Tages viele starke Aste geschaffen haben. Die Aste sind die linienbedingten Merkmale die jede Zucht sein eigen nennt, denn nicht umsonst sagt man: Man erkennt schon an der Nase aus welchem Stall das Prachtexemplar kommt.

Ebenfalls wird die Arbeit in dieser Farbe erleichtert mit dem vor kurzem entwickelten DNA-Test durch die PCR Methode. Mit Hilfe dieses Tests kann man prüfen, ob das benötigte Tier Cinnamon tragt. Diese Prüfung ist schon im frühen Alter des Kätzchens auf Cinnamon möglich und man kann sich erforderliche Testverpaarungen und die Haltung einer einsprechenden Population wie früher ersparen. Mit dieser Methode kann man Trägertiere verpaaren und über einen DNA-Test die Cinnamonträger selektieren. Solche Prüfungen werden zur Zeit in Deutschland und Amerika angeboten.

In September 2005 nahmen viele Tiere aus bekannten Zuchten an der Erarbeitung der genetischen Prüfung im deutschen Molekularlabor " Biofocus " teil, eines wohl der innovativsten deutschen Labore fur molekulargenetische Diagnostik, um das Cinnamon und Chocolate in den Testreihen zu bestimmen. Und bereits ab November 2005 hatten wir diese Möglichkeit!

Ebenso kann man seine Katzen durch die Methode der DNA- Prüfung nicht nur auf Cinnamon, sondern auch auf Chocolate und Colorpoint prüfen lassen. Weiterhin wird zwischenzeitlich eine Tabby (Agouti A/a) Prüfung und Verdünnung (D/d) von Biofocus Labor angeboten. Und ebenso der DNA- Test zur genetisch vererbbare Erkrankung der Nieren (PKD) fur Perser und Briten und zur Herzerkrankung HCM fur Maine Coons und erbverwandter Rassen, den wir in unserer Farbzucht nicht vergessen dürfen!

Das Probenmaterial kann man sich nach Hause senden lassen, aber wenn Sie nicht überzeugt sind, ist es am Besten, mit Hilfe eines Tierarztes eine Blütprobe einzusenden. Fur 8 Wochen kleinen Babys ist es etwas schwierig und hier sind die Wattestabchen ein großer Vorteil, was nach unserer Kenntnis nur die Biofocus anbietet. Es sind speziell wattierten Tupfer (Q-Tips ähnlich) und man nimmt Schleim von der inneren Seite der Wange. Mit diesem Tupfer wird 10 mal von oben nach unten intensiv gerieben. Ein zweites Stäbchen wird zur Sicherheit noch für die andere Backenseite verwendet. Sie kommen dann in ein Probenglas und werden an das Labor gesendet. Natürlich sollte das Kätzchen 2-3 Stunden nichts gegessen haben sonst wird vielleicht die DNA einer Pute oder Rindes getestet :-)

Die Adresse Laboratoriums in Deutschland:

Biofocus GmbH

Berghauser Str. 295

D - 45659 Recklinghausen

Germany

http ://www .biofocus .de

© Georg Janocha, Alla Schischkin

© alle Rechte vorbehalten, Cinamon & Fawn Cat Club

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Cinnamon - die neue Farbe bei den Siberian/Neva Masquarade

Wir haben seit Mitte 2003 Sibirische Katzen/Neva Masquarade in der neuen Farbe cinnamon und fawn(vorlaufig als "andere Halblanghaar" im Zuchtbuch eingetragen). Im Jahr 2006 wurde der erste Cinnamon-Trager, Gorbi the Fabulous, auf einer Ausstellung als sibirischer Kater anerkannt.
Ein in Europa einmaliges Zuchtprogramm machte dies moglich.

Was sind das fur neue Farben?

Wir haben bisher die Farben cinnamon-ticked-point, cinnamon-ticked, cinnamon-mackerl-tabby, cinnamon-classic-tabby, cinnamon-ticked-torbie, cinnamon-torbie-point und fawn-torbie-spotted gezuchtet. Au?erdem die Farben torbie-ticked, seal-spotted-point, torbie-ticked-point und seal-ticked-point, . Bei einer Zuchterkollegin, Inge Langbehn, mit der ich eng zusammenarbeite, wurden die ersten Babys in black-ticked bereits im Jahr 2002, ein Vierteljahr eher als unser C-Wurf, geboren. Sie konnen sie auf ihrer HP sehen: www.foxgardens.de . Aus diesem Wurf wurden zwei Madchen und ein Junge Eltern der F2 Generation. Aus unserem Wurf wurden zwei red-ticked Katerchen und ein black-ticked Madchen zur Weiterzucht eingesetzt.

Cinnamon-ticked-point Katzen haben zimtbraune Farbe in der sogenannten Maske (Gesicht, Pfoten, Schwanz, Ohren) auf der Stirn ist ein M, Streifen sind nur angedeutet. Cinnamon-ticked Katzen haben die zimtbraune Farbe am ganzen Korper, auch hier sieht man kaum Streifen - es sieht sehr ahnlich aus, wie eine Somalikatze in der Farbe sorrel. Uber die dritte Variante, die cinnamon-classic-tabby Sibirische Katze freuen wir uns ganz besonders. Es war eine gro?e Uberraschung, dass sich das Zeichnungsmuster durch 3 bzw 4 Generationen vererbt hat. Classic-tabby Katzen haben eine Raderzeichnung an der Seite und breite Streifen an den Beinen und am Schwanz. 2004 bekamen wir auch ein Madchen in cinnamon-mackerel-tabby, eine getigerte kleine Schonheit. Alle Cinnamon haben alt-rosa Fu?ballen. Im Jahr 2006 wurden die ersten schildpatt Varietaten geboren: Cinnamon-ticked-torbie sehen aus wie cinnamon-ticked, haben aber auch Fellbereiche mit roten Haaren, z.B. eine Flamme auf der Stirn. Cinnamon-torbie-point sehen aus wie cinnamon-tabby-point bis auf einige Bereiche mit roten Haaren, z.B. rote Zehen. Ebenfalls 2006 wurde die erste Katze in der verdunnten Farbe fawn-torbie-spotted geboren. Sie ist rehbraunbeige mit dunkelbeigen Punkten am Korper, einige Fellbereiche sind creme, z. B. ein Fu?chen und eine Flamme auf der Stirn.

Black-ticked Sibirische Katzen sehen aus, wie wildfarbene Somali mit Streifung an den Beinen. Die Unterwolle ist etwas heller, als bei einer Somali. Red-ticked sehen wie rote Katzen anderer Rassen aus, doch am Korper sind kaum Streifen zu sehen. Ticked-torbie sehen aus, wie black-ticked mit vereinzelten roten Flecken.

Unsere cinnamon werden wieder mit Sibirischen Katzen/Neva Masquarade und mit Katzen der F1 Generation verpaart. Diese Babys konnen viele schone bereits bekannte und bei den Sibirischen Katzen/Neva Masquarade bisher nie gesehene Farben haben

Akulina of Ramsescats, cinnamon-classic-tabby

 

Wo kommen die neuen Farben her?

In der P-Generation wurden jeweils eine Somali-Katzin in der Farbe sorrel und ein Neva-Masquarade Kater in blue-tabby-point, bzw. ein Somali-Kater in der Farbe sorrel und eine seal-torbie-point Neva-Masquarade-Katzin miteinander verpaart. Sorrel ist eine Farbe, die nur bei Somali in Verbindung mit dem Ticking (der haufigen Banderung der Haare) so genannt wird. Genetisch hei?t diese Vollfarbe light Chocolate und ist eine Abwandlung des schwarzen Farbstoffes zu zimtfarben, deshalb nennt man diese Farbe bei anderen Rassen als Somali, cinnamon=zimtfarben. Die Verdunnung dieser Farbe sieht hell-rehbraun aus und hei?t in allen Rassen fawn. Durch die Verpaarung Neva Masquarade X sorrel Somali, kommen also zwei neue Gene in die Population: das dominante T = haufig geticktes Haar, und das rezessive bl = light chocolate = cinnamon. Das dominante Ticking war schon in der F1 Generation zu sehen, das rezessive cinnamon/fawn erst in der F2 Generation.

Die Eltern der F1 Generation:

GIC Tilsim dan Elisha
Iz Ermitage Glabana
CFA-CH+GEC Esteban of Webi Chabelle
CH Juri's Bachuta

 

Was wird aus dem Typ der sibirischen Katze/Neva Masquarade?

Bei der Verpaarung Neva Masquarade X Somali wurde darauf geachtet, da? die Nevas dem Ideal-Typ sehr nahe kommen, wahrend die Somali moglichst in vielen Punkten auch dem Standard der sibirischen Katze/Neva Masquarade entsprechen. Dies wurde in den Punkten: Kopfform, Ohrenstand, Augenform, Beine, Schwanzlange, Korperform erreicht. In den Punkten: Fellstruktur und Lange, Pfotengro?e, Nasenprofil ist die Ubereinstimmung mit dem Standard geringer. Da in der F1 Halb-Cousins verpaart wurden, ist mit einer Festigung des sibirischen Typs zu rechnen, trotzdem wird es zuchterisch in den nachsten Generationen eine Menge zu tun geben.

Die Verpaarung von Halb-Cousins ist eine haufig angewendete anerkannte Methode, um einen Typ zu festigen. Da viele Zuchter der sibirischen Katze/Neva Masquarade mit Enkeln des legendaren "Max" zuchten, kommt die Verpaarung von Halb-Cousins sehr haufig vor und wird auch in Russland selbst gemacht, um den Typ dieser jungen Rasse zu stabilisieren.

Juri's Don, cinnamon-ticked-point

 

Wie geht es weiter mit der Zucht der neuen Farben?

Katzen in spateren Generationen, die dem Typ der sibirischen Katze/Neva Masquarade entsprechen mussen im Alter von ca. 6 Monaten auf einer Ausstellung eine Rassebestimmung durch 2 Richter bestehen. Wenn sie der sibirischen Katze/Neva Masquarade zugeordnet werden, bekommen sie einen Experimental-Stammbaum und konnen dann zur Zucht weiter herangezogen werden. Bei den Tragertieren des cinnmon Gens legen wir vor allem Wert auf die Fellzeichnung und den Typ. Dabei geben wird den nicht-getickten Tieren den Vorzug. Bei den zimtfarbenen Tieren legen wir besonders wert auf die Qualitat der Farbe. Die Einkreuzung von Somali soll eine einmalige Angelegenheit bleiben. Dieses Merkmal kann also spater nicht mehr so einfach verbessert werden. Der Typ sollte naturlich auch hier weitgehend der sibirischen Katze/Neva Masquarade entsprechen, durch spatere Verpaarungen mit Ruckkreuzungen und anderen Linien der sibirischen Katze, kann der Typ aber weiter stark verbessert werden. Diese zuchterische Aufgabe haben wir ohnehin in dieser noch jungen Rasse zu leisten.

Bei den Tragertieren konnen naturlich auch wieder schildpatt Katzinnen geboren werden, denn die Kater fur die geplanten Verpaarungen mit anderen Linien sind zum Teil rot. Diese schildpatt torbie Katzinnen werden moglichst nur zur Ruckkreuzung auf Neva Masquarade herangezogen, und nicht zur Verpaarung mit Cinnamon Katern. Wurde man mit ihnen direkt weiterzuchten, bekame man gro?e Probleme bei der Farbbestimmung, es konnte zu Verwechslungen von rot und zimtfarben kommen. Spater allerdings, wenn wir genug Erfahrungen mit der Farbbestimmung gesammelt haben, konnte es auch cinnamon- und fawn-tortie und torbie Varianten zur direkten Cinnamon Verpaarung geben. Auch die Moglichkeit der Weiss-Scheckung und die Einkreuzung von silbernen Varietaten ist moglich. Zunachst einmal wollen wir aber die neuen Farben rein zuchten und moglichst schnell wieder auf den Typ der sibirischen Katze kommen.

A-Wurf of Moorlandfairy drei F4 Madchen in cinamon-torbie-point, cinnamon-ticked-torbie und fawn-torbie-spotted

 

Mussen jetzt alle mit den neuen Farben zuchten?

Nein, naturlich nicht! Da wir unsere Zuchtplane offen legen, kann jeder Zuchter genau auch in Zukunft verfolgen in welchen Linien Trager dieser neuen Farben zu finden sind.

Wir raten auch Jedem, der sich von dieser anspruchsvollen zuchterischen Aufgabe, der Verantwortung und den finanziellen Anforderungen uberfordert fuhlt von der Zucht der neuen Farben ab. Anderen stehen wir naturlich mit Rat und Tat bei der Entwicklung einer eigenen Linie in den neuen Farben zur Seite.

Welche Aspekte sind zu beachten?

In der Somalizucht sind besondere gesundheitliche Aspekte zu beachten, deshalb werden sie vor Zuchteinsatz auf die Blutgruppe B, die Augenkrankheit PRA (Homepage zu PRA) und den korrekten Sitz der Kniescheiben untersucht. Die von mir eingesetzten Somali sind z.T. seit Generationen getestet und frei von diesen Problemen. Die wahrscheinlich rezessiv vererbte Amyloidose (Infoseite zu Amyloidose) kann leider noch nicht getestet werden, kommt aber glucklicherweise bei Somali nicht so haufig vor, wie bei den Abessiniern. Unter den Vorfahren von Esteban und Elisha sind keine Falle bekannt. Zur internationalen Liste der negativ PRA getesteten Tiere

Die sibirischen Katzen/Neva Masquarade wurden bisher nicht auf Erbkrankheiten getestet. Nur vereinzelt wurden die Blutgruppen B und AB festgestellt. Deshalb kann daruber keine gesicherte Aussage gemacht werden. Da auch die meisten Stammbaume der Siberian und Nevas nur 2-3 Generationen zuruckverfolgt werden konnen, gibt es auch kaum Erfahrungswerte. Bisher ist mir nur eine Zuchterin bekannt, die Katzen mit Blutgruppe B hat, und daruber auf ihrer Hompage Auskunft gibt. Fur die Zucht der neuen Farben bedeutet es, dass besonders verantwortungsvoll zu verpaaren ist, d.h. erst nach allen moglichen Test.

Auch in anderen Rassen sind Test vor Zuchteinsatz ublich, um Erbkrankheiten auszuschlie?en. So mussen z.B. alle Katzen mit wei?em Fell einen Hortest machen, Perserkatzen werden auf Nierenzysten untersucht und viele Maine Coon auf Herzkrankheiten und Knie- und Huftprobleme.

In folgende Rassen wurden offiziell Somali bzw. Abessinier problemlos eingekreuzt: Perser, Siam, Javanesen, Balinesen, Australien Mist, Orientalisch Kurzhaar, Bengal Cat, Carlifornia Sprangled, Ceylon Cat, Singapura, Ocicat, Kanaani, Chintally Tiffany, Sudankatze (Felis silvestis rubida), Wildkatze (Felis silvestris silvestris). Folgende Tiere haben inoffiziell Somali bzw. Abessinier im Stammbaum: getickte Maine Coon, getickte Norwegische Waldkatzen, getickte Turkisch Angora u.a. getickte Katzen aller Rassen. Zur Zeit ist eine erneute Einkreuzung von Somali bzw. Abessinier bei den Persern/Exotic Shorthair sowie Britsch Kurzhaar in Planung, um Perser/Exotic Shorthair und Britisch Kurzhaar in der Farbe cinnamon/fawn zu bekommen.

Ist die Zucht der neuen Farben notig?

Nein, notig ist sie nicht, aber eine spannende zuchterische Aufgabe, die viele schone Katzen hervorbringen wird. Uns ist klar, dass viele Zuchter der sibirischen Katze/Neva Masquarade gegen die neuen Farben sind, z.T. weil sie irrefuhrend von anderen Zuchtern informiert wurden. Wir versprechen uns allerdings von der einmaligen Einkreuzung der Somali nicht nur neue schone Farben, sondern auch eine Erweiterung des Genpools und damit verbunden eine Starkung der Gesundheit. Durch die Einkreuzung wird auch die Augenfarbe und der Augenstand stark verbessert, viele Augen sind noch zu hell, Schielen kommt relativ haufig vor. Somalis sind sehr liebenswurdige und menschenbezogene Katzen, der Charakter wird also so bleiben, wie es die Liebhaber der sibirischen Katze/Neva Masquarade lieben.

Die sibirischen Katzen/Neva Masquarade sind ubrigens selbst das Produkt vieler Kreuzungen unterschiedlicher Tiere, die sich ohne menschliches Zutun zu einer uneinheitlichen Rasse herausgebildet haben. Zuchter haben vor einem Jahrzehnt aus diesen unterschiedlichen Tieren die zur Zucht herausgesucht, die ihrer Vorstellung von einer sibirischen Katze am meisten entsprachen. Mehr Informationen zur Geschichte der Rasse finden Sie auf dieser russischen Seite (in deutscher Sprache): www.siberiancats.narod.ru/HTML/German/breeding2.html

Auch in anderen Rassen wurden Kreuzungen vorgenommen. So entstand aus der Kreuzung von Persern mit Siamkatzen die Perser-Colourpoint, die heute in allen Punkten dem Typ der Perserkatze entspricht. Von der Siam blieb nur die Farbe erhalten, die damals haufigen Probleme der Siamkatzen: Schielen und Knickschwanze, konnten durch sorgfaltige Zucht aus den Colorpoint herausgehalten werden. Es dauerte nur wenige Generationen, bis diese Farbung bei Zuchtern und Liebhabern gleicherma?en angenommen wurde.

In die Rasse Sibirische Katze/Neva Masquarade wurden mit Sicherheit Perser der Farbe golden oder chinchilla heimlich eingekreuzt. Es waren sonst keine sibirische Katzen in Golden moglich, die ubrigens auch noch nicht freilebend gesichtet und eingefangen wurden. Die Farbe Golden entsteht durch das Gen Wideband Wb. Da golden Perser uber getickte Katzen gezogen wurden, ist vielleicht auch das Gen fur ticked Ta auf diesem Wege bereits eingekreuzt worden. Um Perserkatzen in gutem goldenen Farbton zu bekommen, benotigten die Zuchter ca. 50 Jahre. Es ist daher unwahrscheinlich, dass Zuchter der sibirischen Katze dies ohne Persereinkreuzung in wenigen Jahren geschafft haben sollen.

Wir nehmen unsere Einkreuzung nicht heimlich vor und stellen dann die Katzen als angeblich frisch eingefangene Foundationcats vor, wie es leider schon vorgekommen ist, sondern legen unsere Karten offen auf den Tisch. Jeder kann den Fortgang unserer Bemuhungen im Internet mit verfolgen.

Es liegt also noch ein gro?es Stuck Weg vor uns, bis wir die ersten Katzen in den neuen Farben mit gutem Typ zeigen konnen. Wir gehen dies mit gro?em Engagement an und haben uns so viel wie moglich genetisches Wissen angeeignet und uns von erfahrenen Somalizuchtern beraten lassen, um unser Ziel zu erreichen. Wir wunschen uns dabei die Unterstutzung von zahlreichen Zuchtern und Liebhabern.

Amber of Moorlandfairy die erste fawn-torbie-spotted der F4 Generation

© Autor Raymonde Harland, Cattery "the Fabulous"

© alle Rechte vorbehalten, Cinamon & Fawn Cat Club

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